Derby-Meeting - das unfreundliche Wetter trübt die Zwischenbilanz

Hamburg-Horn (com) - "Wir sind enttäuscht, aber nicht verzagt", so lautet die Zwischenbilanz von Eugen-Andreas Wahler, Präsident des Hamburger Renn-Clubs, zwei Tage vor Abschluss des Derby-Meetings 2016. Das Wetter spielte für die Hamburger Derbymacher bislang eine unrühmliche Rolle - ein Regenguss nach dem anderen sorgte zunächst für eine Absage der geplanten Trabrennen am Freitag, dann auch für eine Absage der sechs Galopprennen am gleichen Tag. Im Vordergrund steht und stand dabei immer die Sicherheit von Pferden und Reitern. "Wir haben viel getan, um ein vernünftiges Meeting aufzuziehen", so Wahler weiter.

Das unfreundliche Wetter sorgte für geringere Umsätze auf der Bahn in Hamburg-Horn, als erwartet, allerdings verzeichnete der Hamburger Renn-Club keine dramatischen Einbrüche. Gleichzeitig stiegen die Umsätze durch Außenwetten, also jene Wetteinsätze, die im Internet, bzw. den Wettschaltern anderer Bahnen getätigt werden. Doch trotz der Rennabsagen am Freitag sieht der Hamburger Renn-Club dem Wochenende mit einer gewissen Gelassenheit entgegen, denn die ersten vier Renntage waren zwar nicht die umsatzstärksten in der Geschichte der Hamburger Traditionsveranstaltung, dienten aber der Umsetzung neuer Ideen.

Experiment gemeinsames Wetten

So steckt das gemeinsame Wetten in einen großen Pool, in den Wetteinsätze aus dem In- und Ausland gehen, noch in den "Kinderschuhen", Hamburg ist die erste deutsche Bahn, die dieses Projekt umgesetzt hat. Vorteile berge dies für alle, so Vorstandsmitglied Hans Matthiessen, sowohl für die Wetter, als auch für die Rennvereine: "Es ist ein Unterschied ob man z.B. zehn Prozent von einem großen Kuchen erhält oder zehn Prozent von einem kleinen Kuchen."

"Es ist ein Experiment", unterstrich Eugen-Andreas Wahler angesichts vereinzelter Kritik am Umgang mit zwei verschiedenen Wettscheinen. "Dass wir diese Form überhaupt mit der PMU anbieten konnten, ist auch der Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg zu verdanken", erläuterte Wahler, "die Stadt läßt mit sich reden, dort informiert man sich, prüft und trägt das Experiment mit und lehnt es nicht gleich ab." Wahler nutzte die Gelegenheit, um sowohl den Behörden, als auch dem Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz, zu danken, die den Sportvereinen der Hansestadt durchaus aktive Unterstützung bieten.

Thema Doppel-Rennbahn - viel zu tun

Noch gibt es keine Entscheidung, die obliegt der Hansestadt, bei Galoppern und Trabern ist man jedoch gut vorbereitet. Eine gemeinsame Bahn für Traber und Galopper würde für Hamburg-Horn eine große Chance bedeuten. Eugen-Andreas Wahler: "Das birgt die Chance der Zusammenführung beider Bahnen, eventuell neue Stallungen, eine Verbesserung der Personalsituation für beide Vereine und eventuell die Verlagerung von Funktionsgebäuden und die Sanierung vohandenen Bestandes." Die Durchführung der Trabrennen sei auch „eine Eloge an die Traber und an die PMU“ räumte Wahler freimütig ein. Die französische Wettgesellschaft Pari Mutuel Urbain, die eine Mehrheitsbeteiligung am deutschen Wettanbieter German Tote erwarb, basiert zu jeweils 50 Prozent auf Trabrennsport und Galopp-Rennsport. Vor diesem Hintergrund sei die Initiative für die Doppelrennbahn für Hamburg zukunftsträchtig.

(09.07.2016)


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