Hamburger Renn-Club zieht Derby-Bilanz - Wetter, Wetten und Erwartungen

Hamburg-Horn (com) - Die Schatzmeisterin des Hamburger Renn-Clubs, Ilona Vollmers hat schon mit mehr Freude auf die Umsätze und Erträge des Derby-Meetings in Hamburg-Horn geschaut. Gleichwohl - Ilona Vollmers setzt - wenn es um Zahlen geht - stets auf sachliche Analyse, soweit das am letzten von fünf Renntagen bereits geht. Ein vollständig ausgefallener Renntag sorgte beim IDEE Derby-Meeting 2017 für einen Wermutstropfen in der Bilanz, für eine Krise reicht das allerdings noch nicht.

Anstelle der anvisierten 2,7 Millionen Euro Umsatz, den der traditionsreiche Hamburger Renn-Club für das Derby-Jahr 2017 anvisiert hat, werden es wohl rund 1,9 Milliionen Euro sein. Rund 33.000 Besucher an fünf Renntagen gab die Schatzmeisterin bekannt, was angesichts einer eher durchwachsenen Wetterlage ein achtbares Ergebnis ist. Ilona Vollmers wünscht sich genau wie der Präsident des Hamburger Renn-Clubs, Eugen-Andreas Wahler, die üblichen zwei Wochenenden für das traditionsreiche Meeting in der Hansestadt. Angesichts des G20-Gipfels war das jedoch in Hamburg in diesem Jahr nicht machbar.

Viel Zuspruch sei aus den Kreisen der Sponsoren gekommen. "Selbst die Sponsoren ausgefallener Rennen, die durchaus traurig waren, haben uns deutlich gesagt, dass ihr Sponsoringbetrag trotzdem im Meeting verbleibt", so Wahler, "das finde ich sehr bemerkenswert. Glücklicherweise konnten die Pferde, die am Freitag wegen des Ausfalls nicht laufen konnten, in anderen Rennen der Folgetage weitgehend untergebracht werden." Deutlich wurde Wahler angesichts von kolportierten Gerüchten, dass der HRC den Renntag der Versicherung wegen habe ausfallen lassen.

"Davon haben wir effektiv weniger, als wenn die Veranstaltung stattgefunden hätte", so der Jurist, "und was ist das auch für eine Idee - wir veranstalten das Derby-Meeting doch nicht, um Rennen ausfallen zu lassen, sondern damit Rennen stattfinden!"

Die Entscheidung, den kompletten ersten Renntag abzusagen, traf die Rennleitung in Absprache mit dem HRC aufgrund von Gefahren für Reiter und Pferde. Trainer und Architekt Ferdinand Leve unterstützte die Entscheidung nachdrücklich. "Jeder von uns möchte, dass die Pferde ins Rennen gehen, deshalb kommt man hierher", so Leve, "aber man muss auch mal verzichten können. Die Entscheidung war absolut richtig."

Einbußen bei den Außenwetten, die auf allen deutschen Rennbahnen auftreten, sorgten dafür, dass der HRC wohl Verluste hinnehmen muss. Vize-Präsident Hans-Ludolf Matthiessen konnte ankündigen, dass das IDEE 149. Deutsche Derby am 8. Juli 2018 gelaufen wird, an einem spielfreien Tag im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaften und zeitlich weit genug von den traditionellen Top-Events des Turf in Irland und England entfernt.

Novalis gewinnt die Seejagd (Foto: © Frank Sorge/galoppfoto.de)

(06.07.2017)


Mehr Informationen über das Deutsche Derby

Die Sprint-Entdeckung Millowitsch ist der dritte große Klug-Coup

[... mehr lesen]

Speedwunder aus Neuss fliegt im Sparkasse Holstein-Cup allen davon

[... mehr lesen]

Abwechslung ist beim Finale Trumpf - Sprint-Asse am Hamburger Schlusstag

[... mehr lesen]

3. Sieg in Folge: "Starke"-Leistung von Lacazar im Stutenpreis

[... mehr lesen]

Heute zweieinhalb Minuten Hochspannung im IDEE 148. Deutsches Derby

[... mehr lesen]

Am 1. Juli 2017 Neustart in das IDEE-Derby-Meeting mit zwei Grupperennen

[... mehr lesen]

Zurück